
Seit zehn Jahren ermöglicht das Careum Bildungszentrum den berufsbegleitenden Weg zur diplomierten Pflegefachperson HF. Doch wie gelingt der Quereinstieg aus einem anderen Berufsfeld? Erfahren Sie, welche Möglichkeiten das Studium bietet und worauf es bei einem Berufswechsel ankommt.
Sie stehen mitten im Berufsleben, möchten sich aber beruflich verändern?
Vielleicht suchen Sie eine Aufgabe mit mehr Sinn, mehr Verantwortung oder neuen Perspektiven. Mit der HF Pflege berufsbegleitend können Sie auch aus einem anderen Berufsfeld in die Pflege einsteigen. Doch wie lässt sich dieser Schritt mit Ihrem bisherigen Leben vereinbaren?
Zum 10-jährigen Jubiläum der HF Pflege berufsbegleitend im Careum Bildungszentrum zeigen wir Ihnen, welche Fragen Sie sich vor einem Berufswechsel stellen sollten und wie Sie herausfinden, ob die Pflege zu Ihnen passt.
Beruflich nochmals neu anfangen? Eine Entscheidung mit vielen Fragen
Vielleicht kennen Sie diesen Gedanken: Eigentlich läuft es im Beruf ganz gut. Sie haben Erfahrung gesammelt, kennen Ihre Aufgaben und haben sich über die Jahre etwas aufgebaut. Trotzdem fehlt Ihnen etwas. Sie möchten mehr mit Menschen arbeiten, Verantwortung übernehmen oder am Ende des Arbeitstags sehen, was Sie bewirkt haben.
Ein Berufswechsel kann neue Möglichkeiten eröffnen. Gleichzeitig stellen sich Fragen: Wie finanziere ich mein Studium? Kann ich weiterhin arbeiten? Bin ich bereit, nochmals vier Jahre zu studieren? Und was erwartet mich eigentlich im Pflegealltag?
Die gute Nachricht: Sie müssen nicht alle Antworten bereits kennen, bevor Sie sich näher mit einem Quereinstieg beschäftigen.
Seit 2016 bietet das Careum Bildungszentrum die HF Pflege berufsbegleitend als vierjähriges Teilzeitstudium an.
Das vierjährige Studienmodell richtet sich auch an Menschen, die bisher in einem anderen Berufsfeld tätig waren und sich für den Pflegeberuf qualifizieren möchten. Zehn Jahre HF Pflege berufsbegleitend sind für uns deshalb nicht nur ein Grund zum Feiern. Sie stehen auch für unterschiedliche berufliche Wege und die Möglichkeit, sich beruflich neu zu orientieren.
Stimmen von aktuellen und ehemaligen Studierenden der HF Pflege BB
Was bringen Sie aus Ihrem bisherigen Beruf mit?
Wer aus dem KV, dem Detailhandel, dem Handwerk oder einer anderen Branche kommt, beschäftigt sich im Pflegestudium mit vielen neuen fachlichen Themen. Doch ein Berufswechsel bedeutet nicht, dass Ihre bisherigen Erfahrungen wertlos werden.
Vielleicht haben Sie gelernt, auch in hektischen Situationen den Überblick zu behalten. Sie können gut organisieren, kommunizieren, Probleme lösen oder mit unterschiedlichen Menschen umgehen. Solche Fähigkeiten können Ihnen auch im Pflegeberuf helfen.
Was Sie zusätzlich brauchen, ist das pflegerische Fachwissen. Dieses erarbeiten Sie sich während des Studiums.
Für den Einstieg in die HF Pflege benötigen Sie unter anderem ein mindestens dreijähriges eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ), einen entsprechenden anerkannten Schulabschluss oder eine gymnasiale Matura. Hinzu kommen die weiteren Zulassungsvoraussetzungen und das erfolgreiche Zulassungsverfahren.
Entscheidend ist also nicht, aus welcher Branche Sie kommen, sondern ob Sie die Voraussetzungen erfüllen und sich auf das neue Berufsfeld einlassen möchten.
Passt der Pflegeberuf wirklich zu Ihnen?
Pflege bedeutet weit mehr, als Medikamente zu verabreichen oder Verbände zu wechseln.
Diplomierte Pflegefachpersonen HF beurteilen Pflegesituationen, planen und koordinieren Massnahmen, begleiten Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen und übernehmen Verantwortung für den Pflegeprozess.
Dabei gehören sowohl der direkte Kontakt mit Menschen als auch Fachwissen, Dokumentation, Zusammenarbeit und Entscheidungen zum Berufsalltag.
Pflege kann bereichernd und sinnstiftend sein. Gleichzeitig kann der Arbeitsalltag körperlich und emotional anspruchsvoll sein. Je nach Arbeitsfeld gehören auch unregelmässige Arbeitszeiten dazu.
Deshalb ist es wichtig, den Beruf nicht nur aus der Theorie kennenzulernen.
Ein Eignungspraktikum ist Teil des Zulassungsverfahrens. Es bietet Ihnen die Möglichkeit, Einblicke in den Pflegealltag zu erhalten und zu prüfen, ob Ihre Vorstellungen zum Beruf passen. Vielleicht entdecken Sie dabei eine neue berufliche Perspektive.
Vielleicht merken Sie aber auch, dass Sie sich den Alltag anders vorgestellt haben. Beides sind wertvolle Erkenntnisse für Ihre Entscheidung.
Wie lassen sich ein Teilzeitstudium, Beruf und Privatleben vereinbaren?
Für viele Quereinsteiger ist nicht die Frage entscheidend, ob sie nochmals studieren möchten, sondern wie sich ein Studium in ihren bestehenden Alltag integrieren lässt.
Schliesslich bleiben Verpflichtungen, laufende Kosten, Familie und persönliche Bedürfnisse bestehen.
Das berufsbegleitende Modell der HF Pflege bietet Ihnen die Möglichkeit, während des Studiums weiterhin in Ihrem bisherigen Beruf tätig zu sein.
Das vierjährige HF-Studium ist schrittweise aufgebaut: Im ersten Studienjahr stehen die schulischen Grundlagen im Vordergrund. Ab dem zweiten HF-Studienjahr werden Unterricht und praktische Ausbildung miteinander verbunden.
Neben dem Unterricht gehören auch Selbststudium, Lerngruppen und Prüfungsvorbereitungen zum Studienalltag.
Eine berufsbegleitende HF ist deshalb nicht automatisch weniger anspruchsvoll als ein Vollzeitstudium. Sie ermöglicht jedoch eine andere zeitliche Organisation und damit einen Weg, der für manche Lebenssituationen besser geeignet ist.
Besonders hilfreich ist es, sich bereits vor Studienbeginn Gedanken über die persönliche Wochenplanung, die berufliche Tätigkeit und mögliche Unterstützung im privaten Umfeld zu machen.
Schaffen Sie es, nochmals zu lernen?
Wenn Ihre letzte Prüfung schon einige Jahre zurückliegt, kann der Gedanke an ein HF-Studium ungewohnt sein.
Im Careum Bildungszentrum steht das problembasierte Lernen im Mittelpunkt. Statt ausschliesslich Inhalte auswendig zu lernen, beschäftigen sich die Studierenden mit praxisnahen Fallbeispielen.
Im Tutorat tauschen sie sich aus, erarbeiten Lernfragen und suchen gemeinsam nach Lösungen. Vorlesungen und Selbststudium helfen dabei, das Fachwissen zu vertiefen. Im Skills-Training werden pflegerische Fertigkeiten in einer geschützten Lernumgebung geübt.
Sie lernen also nicht nur neue Inhalte, sondern auch, pflegerische Situationen zu verstehen, Zusammenhänge zu erkennen und Entscheidungen fachlich zu begründen.
Dabei kann Ihnen Ihre bisherige Berufs- und Lebenserfahrung zugutekommen.
Wie können Sie Ihren Berufswechsel finanzieren?
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die finanzielle Planung.
Während des HF-Studiums verändern sich möglicherweise Ihr Arbeitspensum und Ihr Einkommen. Gleichzeitig laufen Ihre Lebenshaltungskosten weiter.
Wer die HF Pflege in Teilzeit absolviert, sollte sich frühzeitig mit der Finanzierung beschäftigen.
Bei erfüllten Voraussetzungen wird das Schulgeld der HF Pflege im Rahmen der interkantonalen Vereinbarung über die Höheren Fachschulen von den Kantonen übernommen.
Zusätzlich können Studierende mit Wohnsitz im Kanton Zürich unter bestimmten Bedingungen Förderbeiträge der Pflegeinitiative beantragen:
- Ab 21 Jahren: CHF 500 pro Monat
- Ab 30 Jahren: CHF 700 pro Monat
- Zusätzlich CHF 100 pro Monat und anspruchsberechtigtem Kind
Diese Beiträge können zur Finanzierung des Lebensunterhalts während des Studiums beitragen. Ob ein Anspruch besteht, hängt von den jeweiligen Voraussetzungen ab.
Informieren Sie sich deshalb rechtzeitig über die Finanzierungsmöglichkeiten und die geltenden Antragsfristen.
Weitere Informationen finden Sie unter careum.ch/foerderbeitraege.
Wie finden Sie heraus, ob Sie bereit für einen Berufswechsel sind?
Vielleicht sind Sie nach diesen Informationen bereits einen Schritt weiter. Vielleicht sind aber auch neue Fragen entstanden.
Das ist ganz normal. Ein Berufswechsel ist eine wichtige Entscheidung, die gut überlegt sein will.
Überlegen Sie sich beispielsweise:
- Was wünsche ich mir von meinem zukünftigen Beruf?
- Welche Tätigkeiten und Aufgaben würden mir Freude bereiten?
- Wie könnte ich Unterricht, Arbeit und Privatleben organisieren?
- Was müsste finanziell geklärt sein?
- Was möchte ich unbedingt über den Pflegealltag erfahren, bevor ich mich entscheide?
Sie müssen diese Fragen nicht alle alleine beantworten. Oft hilft es, zunächst das Studienmodell besser kennenzulernen und anschliessend die eigene Situation genauer zu betrachten.
10 Jahre HF Pflege berufsbegleitend: Viele Wege, ein gemeinsames Ziel
Seit zehn Jahren bietet das Careum Bildungszentrum Menschen mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen die Möglichkeit, sich berufsbegleitend zur diplomierten Pflegefachperson HF zu qualifizieren.
Ob der Wunsch nach einer neuen Herausforderung, mehr Verantwortung oder einem sinnstiftenden Beruf im Vordergrund steht: Die Gründe für einen Berufswechsel sind so unterschiedlich wie die Menschen selbst.
Mit dem HF-Diplom eröffnen sich verschiedene berufliche Perspektiven. Diplomierte Pflegefachpersonen HF können in unterschiedlichen Pflegebereichen arbeiten, sich spezialisieren oder sich in Richtung Führung und Bildung weiterentwickeln.
Mit dem Titelzusatz «Professional Bachelor» wird zudem die Positionierung des HF-Abschlusses in der Höheren Berufsbildung gestärkt. Der Zusatz ergänzt den geschützten HF-Titel und ist nicht mit einem akademischen Bachelorabschluss gleichzusetzen.
Vielleicht ist unser Jubiläum für Sie der Anlass, sich mit Ihren eigenen beruflichen Möglichkeiten auseinanderzusetzen.
Ihr nächster Schritt: Informieren und persönliche Fragen klären
Sie möchten erfahren, ob ein berufsbegleitendes Pflegestudium in Teilzeit zu Ihrer Lebenssituation passt?
Im Careum Bildungszentrum bieten wir Ihnen zwei Möglichkeiten, sich näher zu informieren.
Infoveranstaltung: Lernen Sie die HF Pflege kennen
An unseren Infoveranstaltungen erfahren Sie mehr über den Bildungsgang, den Studienaufbau, die Zulassungsbedingungen und das Lernen im Careum Bildungszentrum. Bei Veranstaltungen vor Ort erhalten Sie zusätzlich Einblicke in unsere Räumlichkeiten.
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10 Jahre HF Pflege berufsbegleitend. Vielleicht beginnt hier Ihr neuer Berufsweg.
Sie müssen sich heute noch nicht für ein Studium entscheiden. Aber Sie können heute den ersten Schritt machen und herausfinden, welche Möglichkeiten Ihnen offenstehen.







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