Symbolbild

Careum Pflegesymposium 2026

Einsamkeit ist ein leises, oft unsichtbares Thema – und doch tief im Pflegealltag spürbar. Sie betrifft pflegebedürftige Menschen, Angehörige und Fachpersonen. Das Symposium «Gemeinsam statt einsam: Nähe, die trägt» macht Einsamkeit sichtbar, benennt sie aus unterschiedlichen Blickwinkeln und stellt Angebote vor, die soziale Teilhabe und Verbindung fördern.

Gemeinsam statt einsam: Nähe, die trägt

Einsamkeit zeigt sich in der Pflege auf vielfältige Weise: bei Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, bei Angehörigen, die Verantwortung tragen, und bei Fachpersonen, die täglich für andere da sind. Das Pflegesymposium «Gemeinsam statt einsam: Nähe, die trägt» rückt diese unterschiedlichen Erfahrungen ins Zentrum.

Fachliche Inputs, persönliche Berichte und praxisnahe Diskussionen eröffnen neue Blickwinkel auf Ursachen, Folgen und Bewältigungsstrategien von Einsamkeit. Dabei wird Einsamkeit nicht nur als individuelles Empfinden, sondern auch als gesellschaftliche und strukturelle Herausforderung verstanden. Gemeinsam suchen wir nach Wegen, Nähe, Beziehung und soziale Teilhabe im Pflegekontext bewusst zu fördern.

Das Symposium bietet Raum für Austausch, Vernetzung und Inspiration – mit dem Ziel, Einsamkeit wahrzunehmen, zu enttabuisieren und ihr wirksam zu begegnen.

Programm Vormittag

  • 08.30

    Ankommen & Begrüssungskaffee

  • 09.00

    Willkommen & Moderation

  • 09.20

    Einsamkeit in der Pflege: Was schadet und was nutzt?

    Prof. Dr. med. Undine Lang

  • 10.05

    MusikSpitex: Vorstellung und musikalische Einstimmung

    Mirjam Toews
    Nejc Grm, Akkordeon

  • 10.20

    Pause

  • 10.40

    Einsamkeit in der Pflege: Wenn Nähe belastet

    Tanja Ringgenberg

  • 11.10

    Eine moderierte Reise – Handlungsspielräume gemeinsam denken

    Dr. Nicole Frank
    Prof. Dr. med. Undine Lang
    Tanja Ringgenberg

  • 12.00

    Geschichten von der MusikSpitex

    Mirjam Toews
    Nejc Grm, Akkordeon

  • 12.10

    Stehlunch

Programm Nachmittag

  • 13.10

    Zwischen Leere und Freiheit: Die Suche von Personen mit Demenz

    Prof. Dr. Thomas Beer

  • 13.40

    Soziales Rezept – Einsamkeit erkennen, verstehen und wirksam begegnen

    Alexandra Wirth
    Thomas Pfluger

  • 14.20

    Rahmenprogramm: Livemusik von der MusikSpitex

    Nejc Grm, Akkordeon

  • 14.30

    Pause

  • 15.00

    Inseln der Leichtigkeit - Entlastung auf vielen Ebenen

    Stefania Pichierri

  • 15.20

    Mein Ohr für Dich – einfach mal reden! – Das erste Alltagstelefon in der Schweiz für Jung & Alt

    Philippe Goetschel

  • 15.40

    Geschichten teilen, Nähe schaffen

    Vanda Mathis

  • 16.00

    Gemeinsame Integration: Was bleibt, verbindet und stärkt

    Dr. Nicole Frank

  • 16.20

    Abschluss

  • 16.30

    Ende der Veranstaltung

Referent:innen

  • Prof. Dr. med. Undine Lang

    Pflegesymposium 2025

    Sie hat ihr Studium der Medizin 1998 in Tübingen abgeschlossen und dort promoviert. Von 1998–2011 hat sie an der Charité Universitätsmedizin Berlin gearbeitet und dort 2005 habilitiert. Seit 2012 ist sie Klinikdirektorin an den universitären psychiatrischen Kliniken in Basel und Ordinaria für Psychiatrie der Universität Basel. Sie hat über 300 Publikationen zu Depressionen, Prävention, Versorgungsforschung und Mikrobiom veröffentlicht. Sie ist u.a. Co-Präsidentin der Schweizerischen Gesellschaft für akademische Psychiatrie.

  • Tanja Ringgenberg

    Dipl. Pflegefachfrau HF, Persönlicher Coach bei CoreCare GmbH

  • Prof. Dr. Thomas Beer

    Studiengangsleiter Master Pflegewissenschaft OST – Ostschweizer Fachhochschule

  • Alexandra Wirth

    Alexandra Wirth

    Als ausgebildete Pflegefachfrau ist sie seit vielen Jahren im Bereich Bildung im Gesundheitswesen tätig. Derzeit arbeitet sie bei der Careum Stiftung im Bereich Strategie und Innovation. Dort ist sie als wissenschaftliche Projektleitung in zwei strategischen Handlungsfeldern tätig: Bildung für die Gesundheitsversorgung von morgen sowie individualisierte und personalisierte Angebote.

    Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Förderung der interprofessionellen Zusammenarbeit, in der Entwicklung und Umsetzung innovativer Lernformate sowie in der Leitung und Weiterentwicklung des interprofessionellen Facilitator-Netzwerks. Darüber hinaus ist ihr die Verbindung zwischen Gesundheit und Sozialem ein besonderes Anliegen.

  • Stefania Pichierri

    Vermittlerin Aargau Süd Entlastungsdienst Schweiz

  • Thomas Pfluger

    Thomas Pfluger

    Programmleiter von «Connect! Gemeinsam weniger einsam», einem Programm des Vereins Connect!, das sich der Einsamkeit widmet.

    Gesundheit und Kommunikation sind seit einem Vierteljahrhundert die Motive der beruflichen Laufbahn von Thomas Pfluger. Seine naturwissenschaftliche und medizinische Ausbildung konnte er im Lauf seines Berufslebens mit geisteswissenschaftlichen Perspektiven ergänzen. Hin und wieder vertraut er auch einfach der Intuition.

    Einsamkeit schadet nicht nur dem Wohlbefinden und der Gesundheit, sie ist auch so weit verbreitet, dass sie zu einer Herausforderung für unsere Gesellschaft geworden ist. Der Verein Connect! setzt sich zusammen mit einem Netzwerk von Institutionen und Organisationen dafür ein, Einsamkeit in der Schweiz vorzubeugen und zu vermindern. In der aktuellen Phase liegt der Schwerpunkt auf Einsamkeit im Alter.

  • Philippe Goetschel

    Philippe Goetschel

    Lic.phil. Psychologe, Psychotherapeut FSP, Kinder- und Jugendpsychologe FSP, Notfallpsychologe SBAP, Dipl. Pädagoge
    Fachspezialist im Bereich Autismusspektrumsstörung
    Mitautor KOMPASS - Zürcher Kompetenztraining für Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störungen & KOMPASS-F - Zürcher Kompetenztraining für Fortgeschrittene für Jugendliche und junge Erwachsene mit einer Autismus-Spektrum-Störung
    Heute Mitinitiant, Mitgründer & Co-Leiter des ersten Alltagstelefons für Jung & Alt in der Schweiz

  • Vanda Mathis

    Co-Geschäftsführerin Netzwerk Erzählcafé Schweiz

  • Mirjam Toews

    Pflegesymposium 2025

    Sie ist Gründerin und Leiterin der MusikSpitex, einem innovativen Projekt, das Menschen in Pflegesituationen direkt in deren Zuhause oder Pflegeeinrichtungen durch persönliche Konzerte kulturelle Teilhabe ermöglicht. Als ausgebildete Bratschistin spielte sie in internationalen Orchestern, bevor sie sich dem Sozialen widmete. Mit einem Executive Master in Arts Administration und Weiterbildungen im gemeinnützigen Unternehmertum bringt sie künstlerische Tiefe und unternehmerische Kompetenz zusammen. Ihre Arbeit ist geprägt von Empathie, Kreativität und dem festen Glauben daran, dass Musik heilsame Räume öffnet.

Weitere Informationen

  • Zielgruppe

    Fachpersonen aus der Pflege, Betreuung und Therapie sowie Führungspersonen, die sich mit dem Thema intensiv auseinandersetzen möchten.

  • Moderation

    Dr. Nicole Frank

    Dr. Nicole Frank moderiert Kongresse und Fachtagungen und unterstützt exponierte Persönlichkeiten in Auftritts- und Medienkompetenz sowie allgemeinen Belangen der Kommunikation. Über zwanzig Jahre war sie als Polit-Journalistin und Prime-time-Moderatorin im öffentlich-rechtlichen Schweizer Radio und Fernsehen tätig – unter anderem als TV-Moderatorin der «Rundschau», als Bundeshaus-Korrespondentin und als Moderatorin für diverse Spezialsendungen von SRF. Nicole Frank hat Kommunikationswissenschaften sowie spanische und deutsche Literatur studiert und ihre Studien als Dr. phil. I abgeschlossen.

  • Rahmenprogramm

    Pflegesymposium 2026

    Nejc Grm, Akkordeon

    Er ist ein international tätiger slowenischer Akkordeonist mit Schwerpunkt auf zeitgenössischer Musik sowie Barock und Klassik. Er studierte in Ljubljana, Helsinki und Mitteleuropa, u. a. an der Hochschule für Musik Basel, und schloss mehrfach mit Bestnote ab. Ausgezeichnet wurde er u. a. mit dem Kiefer Hablitzel |Göhner Musikpreis. Er wirkte bisher an über 50 Uraufführungen mit und ist seit 2024 MusikSpitex Musiker.

  • Anmeldung

    Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Die Anmeldungen werden nach Eingangstermin berücksichtigt. Nach Eingang der Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigung.

  • Kosten

    • CHF 300.– Einzelanmeldung
    • CHF 270.–* Ab 2 Anmeldungen desselben Betriebs
    • CHF 100.–** Studierende und Lernende

    * Hinweis: Wenn sich mehrere Personen aus demselben Betrieb anmelden, reduziert sich die Teilnahmegebühr. Bitte nutzen Sie dafür die Mehrfachanmeldung (Upload im Anmeldeprozess möglich) oder geben Sie den Namen Ihrer Institution im Feld «Bemerkungen» an. Fehlende Angaben können dazu führen, dass die Reduktion nicht berücksichtigt wird.

    ** Hinweis: Damit wir Ihnen den Rabatt für Studierende und Lernende gewähren können, bitten wir Sie, im Feld «Bemerkungen» einen entsprechenden Hinweis zu hinterlegen.

  • Stornierung

    Eine Stornierung der Anmeldung muss schriftlich erfolgen. Die Annullierung der Anmeldung für die Tagung ist bis zum 12.05.2026 ohne Kostenfolge möglich. Nach diesem Termin oder bei Nichterscheinen zur Tagung ist die Rechnung zur Zahlung fällig und keine Rückerstattung mehr möglich.

  • Tagungsadministration

    Béatrice Amstutz

    Béatrice Amstutz
    T +41 62 837 58 15
    veranstaltungen@careum-weiterbildung.ch

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