
Wie merkt man, dass die eigene Grenze erreicht ist? Und wie gelingt es, im Studium und im Gesundheitsberuf langfristig mental gesund zu bleiben?
In Folge 8 von «HF unzensiert» sprechen Alexandra, Chiara, Moana und Flamur offen über Belastung, persönliche Warnsignale und Selbstfürsorge.
Wenn berufliche Erlebnisse persönlich werden
Im Gesundheitswesen begegnen Fachpersonen Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Manche Erlebnisse bleiben besonders nahe, etwa weil sie an das Schicksal eines Familienmitglieds erinnern oder weil eine herausfordernde Situation völlig unerwartet eintritt.
Unsere Studierenden und Alumnis erzählen von solchen Momenten. Sie sprechen über Überforderung, die Trennung zwischen Beruf und Privatleben und darüber, wie sie gelernt haben, belastende Erlebnisse einzuordnen.
«Grenzen setzen ist eine Stärke»
Belastung zeigt sich bei jedem Menschen anders. Ein mulmiges Gefühl, innere Unruhe, Erschöpfung oder körperliche Reaktionen können Hinweise darauf sein, dass die eigene Grenze erreicht ist.
Diese Signale ernst zu nehmen und darüber zu sprechen, ist kein Zeichen von Schwäche. Im Gegenteil: Wer die eigenen Grenzen kennt und rechtzeitig Unterstützung holt, übernimmt Verantwortung für sich selbst und für andere.
Während des Studiums stehen Studierenden verschiedene Ansprechpersonen zur Verfügung. Dazu gehören Berufsbildner, Ausbildungsverantwortliche und Stationsleitungen. Alle vier ermutigen dazu, diese Unterstützung auch tatsächlich zu nutzen.
Mentale Gesundheit ist nicht nur Privatsache
Sport, Gespräche, professionelle Unterstützung oder Zeit für sich selbst können helfen, mit Belastung umzugehen. Gleichzeitig darf die Verantwortung nicht allein bei den einzelnen Fachpersonen liegen.
Auch Arbeitsbedingungen, Führung und Teamkultur beeinflussen die mentale Gesundheit. Wenn Pflegefachpersonen zu viele Patienten gleichzeitig betreuen, Pausen auslassen oder regelmässig länger arbeiten, wird Belastung schnell zum Dauerzustand.
Damit Menschen langfristig im Gesundheitsberuf bleiben, braucht es deshalb attraktive Arbeitsbedingungen, emotional kompetente Führungskräfte und genügend qualifizierte Fachpersonen.
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In Folge 8 von «HF unzensiert» teilen unsere Studierende und Alumnis ihre persönlichen Erfahrungen und zeigen, weshalb Resilienz nicht bedeutet, alles aushalten zu müssen.
YouTube: https://youtu.be/thJzX8vZyvg?si=U0eApBIU0p6aET4e
Spotify: https://open.spotify.com/episode/1tOk4mkJvPG9dgaMcFOx4C?si=2e7e007ffa3048b4
Hinweis: In dieser Folge werden persönliche Erfahrungen mit psychischer Belastung und mentaler Gesundheit thematisiert. Die Aussagen ersetzen keine professionelle Beratung. Wenn es dir psychisch nicht gut geht, wende dich an eine Vertrauensperson oder eine Fachstelle. In der Schweiz erreichst du die Dargebotene Hand unter 143 und die Beratung für Kinder und Jugendliche unter 147. Bei akuter Gefahr wähle den Notruf 144.
Ausblick: Fallbeispiele aus dem Alltag treffen auf die Praxis
In der nächsten Folge sprechen Valerie, Robin und Flamur darüber, wie Fallbeispiele aus dem Unterricht auf den Berufsalltag vorbereiten. Sie erzählen, wann theoretisches Wissen für sie plötzlich greifbar wurde, wo Theorie und Praxis voneinander abweichen und was reale Situationen lehren, das in keinem Lehrbuch steht.
Die neue Folge erscheint am 13. Oktober auf YouTube und Spotify.
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