Teilnehmende der Edubase Future Night 2026 konnten digitale Bildungsinnovationen ausprobieren

Future Night 2026 im Rückblick: Wie die Digitalisierung die Bildung herausfordert

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Mit rund 250 Teilnehmenden war die Future Night 2026 von Edubase ein eindrucksvolles Zeichen dafür, wie gross das Interesse an der digitalen Zukunft von Bildung, Schule und Lernen ist. In einer interessierten Atmosphäre trafen sich Fachpersonen aus Bildung, Forschung und Praxis im Careum Auditorium, um aktuelle digitale Entwicklungen im Bildungsbereich einzuordnen.

Den inhaltlichen Bogen der Future Night 2026 von Edubase bildeten drei hochkarätige Keynotes, die unterschiedliche, aber eng miteinander verknüpfte Perspektiven auf die digitale Transformation der Bildung und des digitalen Lernens zeigten.

Digitale Berufsbildung: Ist das duale System bereit für die Zukunft?

Dr. Thomas Bolli von der ZHAW widmete sich der Frage, ob die duale Berufsbildung bereit ist für die Digitalisierung. Als Professor für Wirtschaftswissenschaften am Zentrum für Arbeitsmärkte, Digitalisierung und Regionalwirtschaft der ZHAW School of Management and Law forscht er seit vielen Jahren zum Zusammenspiel von Bildungssystemen und Arbeitsmarkt.

In seinem Referat zeigte er auf, wie globale Trends und technologische Umbrüche die Berufsbildung herausfordern – und wo das duale System seine besonderen Stärken ausspielen kann. Gleichzeitig machte er deutlich, dass gezielte Weiterentwicklungen nötig sind, etwa bei Grundkompetenzen, der Zusammenarbeit mit innovativen Unternehmen und der Förderung lebenslangen Lernens.

Schulleitungen zwischen Plattformen, Politik und Schulentwicklung

Prof. Dr. Philipp Gonon von der Universität Zürich beleuchtete die Hoffnungen und Motive von Schulleitungen in der digitalen Transformation. Als ordentlicher Professor für Berufsbildung mit langjähriger Erfahrung in Forschung und Praxis brachte er eine historisch und international vergleichende Perspektive ein.

Auf Basis des SNF-Projekts Digitras II zeigte er auf, wie Schulleitungen digitale Plattformen und BYOD-Konzepte erleben: zwischen politischen Vorgaben, organisatorischen Anforderungen und der Chance, Unterrichtskultur und schulische Effizienz weiterzuentwickeln.

Digitale Medien und Lernen: Chancen, Risiken und Achtsamkeit

Dr. Barbara Studer von der Universität Bern richtete den Blick auf die Wirkung digitaler Medien auf Lernen, Gedächtnis und Konzentration. Die Neurowissenschaftlerin, Unternehmerin und CEO der Hirncoach AG verband neueste Forschungsergebnisse mit praxisnahen Impulsen. Ihr Vortrag machte deutlich, dass digitale Medien sowohl Potenziale als auch Risiken bergen – und dass digitale Achtsamkeit sowie ein bewusster Umgang mit Medien entscheidend dafür sind, wie nachhaltig Lernprozesse gelingen.

Mini-Expo und Networking: Austausch zu Bildungsinnovationen

Neben den Keynotes prägten vor allem der persönliche Austausch und die Pitches den Charakter der Edubase Future Night 2026. Die Stimmung war offen und interessiert – sowohl während der Inputs mit den Fragen über Mentimeter aber auch in der Pause und beim abschliessenden Networking-Apéro.

In der Mini-Expo präsentierten sich Bildungsinnovationen aus unterschiedlichen Bereichen, darunter eXaminer, Hirncoach AG, City Illusions, Digibooster, Menon sowie die Edubase AG selbst, die Einblicke in die Weiterentwicklung ihrer E-Book-Plattform mit integriertem KI-Reader gab. Viele Gespräche drehten sich nicht nur um Technologien, sondern auch um pädagogische Haltung, Schulentwicklung und konkrete Umsetzungsfragen im Alltag.

«Die Future Night zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie wichtig der Dialog zwischen Forschung, Bildungspraxis und Innovation ist. Digitalisierung in der Bildung gelingt nur dann, wenn wir sie gemeinsam denken – kritisch, offen und mit Blick auf den konkreten Bildungsalltag. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Jahr», sagt Thomas Hotz, CEO der Edubase AG, der in den letzten Jahren immer als Teilnehmer dabei war und dieses Jahr erstmals als Moderator durch den Abend führen dürfte.

Digitalisierung in der Bildung gelingt nur dann, wenn wir sie gemeinsam denken – kritisch, offen und mit Blick auf den konkreten Bildungsalltag.

Mitarbeiterportrait Thomas Hotz

Thomas Hotz, CEO Edubase AG

Ausblick: Plattform für digitale Bildung und neue Perspektiven einmal jenseits von KI

Die Future Night 2026 hat gezeigt: Digitale Transformation ist weit mehr als nur Technologieeinsatz. Sie ist ein kultureller, pädagogischer und organisatorischer Prozess, der kontinuierlichen Dialog braucht. Wir werden sehen, wohin uns die nächste Future Night führt. Das nächste Educafé zum Thema «Visuell Denken mit dem Stift» zumindest hält sich bewusst für einmal vom Thema Digitalisierung und KI fern und legt den Fokus auf eine analoge Lehrmethode. Ganz erfrischend, finden wir.

Die Future Night ist ein zentrales Ereignis in der Jahresplanung von Edubase. Dass der Anlass bereits zum zweiten Mal in Folge ausverkauft war, unterstreicht das grosse Interesse an Fragen rund um digitale Bildung und Lernen.

Edubase bedankt sich herzlich bei allen Referierenden, Ausstellenden und Teilnehmenden für das grosse Interesse, die engagierten Fragen und die inspirierende Atmosphäre. Die Future Night bleibt damit ein fester Bestandteil im Jahreskalender – als Plattform für Orientierung, Vernetzung und digitale Zukunftsgestaltung. Die nächste Future Night in Ihrem Terminkalender: Mittwoch, 27. Januar 2027. Bis zum nächsten Mal.

Diskutieren Sie mit!

  • Welche Aspekte der digitalen Bildung beschäftigen Sie derzeit besonders?
  • Wo sehen Sie aktuell die grössten Herausforderungen der Digitalisierung in Bildung und Lernen?
  • Welche Themen rund um digitale Bildung sollten aus Ihrer Sicht an einer kommenden Future Night vertieft werden?

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