Kompetent, umfassend und verantwortungsvoll beraten zur gesundheitlichen Vorausplanung – mit fundiertem Wissen, Simulationstraining und evidenzbasierten Instrumenten
In der Pflege von betagten, chronisch kranken Menschen und in der Palliative Care ist die gemeinsame gesundheitliche Vorausplanung (GVP) ein Schlüssel zur Klärung und Umsetzung des Willens von Bewohnenden bei Zustandsverschlechterungen.
Die qualifizierte GVP-Beratung (gemäss dem Konzept von Advance Care Planning, ACP) beinhaltet eine vertiefte Besprechung der Werthaltung der Bewohnenden und darauf basierend die gemeinsame Festlegung der gewünschten Behandlungsintensität bei Zustandsverschlechterungen und in Notfallsituationen. Gemeinsam werden die Erwartungen und Wünsche besprochen gemäss der Wegleitung von SAMW und BAG «Gesundheitliche Vorausplanung in Alters- und Pflegeheimen» (2025) Variante B.
Bei Bewohnenden, die nicht urteilsfähig sind, wird der mutmassliche Wille mit der Vertretungsperson besprochen und darauf basierend die gewünschte Behandlungsintensität festgelegt.
Die Teilnehmenden erwerben Kenntnisse über die rechtlichen und medizinischen Aspekte der gesundheitlichen Vorausplanung. Sie erlernen, die Beratungsgespräche mit den Bewohnenden und ihren Angehörigen zu führen, die gewünschte Behandlungsintensität zu erheben und mit aktuellen Patientenverfügungen und Notfallplänen abzugleichen.
Das erlernte Wissen wird im Kurs durch ein Simulationstraining geübt und vertieft. Die Teilnehmenden werden damit optimal auf die praktische Umsetzung der GVP vorbereitet. In weiterführenden Workshops werden erste Beratungen analysiert und reflektiert. Das praxisorientierte Kursangebot ermöglicht einen niederschwelligen Transfer in die Praxis.
Weitere Informationen in der Broschüre «Gesundheitliche Vorausplanung in Alters- und Pflegeheimen. Wegleitung zur Umsetzung » unter:
https://www.bag.admin.ch/de/gesundheitliche-vorausplanung-gvp
Formular der gewünschten Behandlungsintensität im Heim und bei Notfallsituationen:
https://www.samw.ch/de/Ethik/Themen-A-bis-Z/Gesundheitliche-Vorausplanung/GVP-in-Pflegeheimen.html
Durchführungsdaten
Daten
18.01.2027, 19.01.2027, 12.02.2027, 16.02.2027, 18.03.2027, 15.04.2027, 22.04.2027
- Die Teilnehmenden kennen rechtliche und medizinische Aspekte der gesundheitlichen Vorausplanung (Patientenverfügung, Vertretung, Behandlungsplan).
- Sie können Bewohnende und Vertretungspersonen auf das Thema der gesundheitlichen Vorausplanung ansprechen.
- Sie können zur Vertretungsberechtigung beraten.
- Sie können die Fragen der GVP-Beratung zur persönlichen Werthaltung besprechen, die Antworten vertiefen, zusammenfassen und dokumentieren.
- Sie können die Erwartungen zur gewünschten Behandlungsintensität erheben, die verschiedenen Therapieziele erklären und zur Entscheidung beraten.
- Sie können die gewünschte Behandlungsintensität der Bewohnenden dokumentieren und kommunizieren.
- Sie kennen die Zuständigkeiten in der GVP und wissen, wie die Arztperson in die Validierung eingebunden wird.
- Sie können den GVP-Beratungsprozess selbständig durchführen.
- Rechtliche Bestimmungen zur Patientenverfügung, zur Behandlungsplanung und zur Vertretungsberechtigung gemäss ZGB
- Konzept der gesundheitlichen Vorausplanung in der Schweiz
- Konzept Advance Care Planning (Synonym Gesundheitliche Vorausplanung)
- Broschüre «Gesundheitliche Vorausplanung in Alters- und Pflegeheimen. Wegleitung zur Umsetzung »
- Gesprächsleitfaden zur GVP
- Reflexion der Werthaltung und Abgleich mit der gewünschten Behandlungsintensität und dem Behandlungsplan
- Kommunikationstraining mit Simulationspersonen
Der Kurs richtet sich an FaGe, Pflegefachpersonen HF und FH, Advanced Practice Nurses, Fachverantwortliche sowie weitere Fachpersonen aus Alters- und Pflegeheimen oder Betreuungsinstitutionen mit grundlegenden Beratungserfahrungen und medizinischem Interesse
Erwünscht:
Bereitschaft zur Selbstreflexion,
gute mündliche und schriftliche Deutschkenntnisse,
Empathie und die Bereitschaft, auf Menschen zuzugehen
Technische Voraussetzung: Computer/Notebook mit Kamera und Lautsprecher für die online durchgeführten Workshops und die Dokumentationen.
E-Learning
Plenumsinputs
Filmsequenzen
Gruppenaufträge
Kommunikationstraining mit Simulationspersonen
Selbstreflexionen
Workshops
Supervision
Kursdauer: Total 50.5 Std.
3 Präsenztage (25.5 Std.)
2 online Gruppen-Workshops (6 Std.), es stehen mehrere Daten zur Auswahl
Vorbereitungsauftrag (3 Std.)
4 Beratungsgespräche durchführen, dokumentieren und reflektieren (16 Std.)
Diese werden etappenweise in den online-Workshops besprochen.
Kursbestätigung, nach erfolgreichem Qualifikationsverfahren
Der Kurs ist mit log-Punkten vom SBK-ASI anerkannt. Weitere Informationen finden Sie unter
e-log.ch/
CHF 1'980.00,
Rabatt CHF 90.- für Kooperationspartner
Anmeldeschluss: 4 Wochen vor Kursbeginn
Kurzfristigere Anmeldungen sind möglich, sofern freie Plätze vorhanden sind.
Abmelderegelung gemäss Kurs-AGB: Eine Abmeldung Ihrerseits muss schriftlich erfolgen. Bis 30 Tage vor Beginn der Veranstaltung ist dies ohne Kostenfolge möglich. Danach bleibt die Veranstaltungsgebühr geschuldet.
Es kann eine Ersatzperson gemeldet werden. Dazu wird eine Umbuchungsgebühr erhoben.
Der Kurs verbindet theoretische Grundlagen mit einem hohen Praxisanteil. Fallbeispiele, Demonstrationen, Rollenspiele, Simulationen und strukturierte Reflexion ermöglichen es den Teilnehmenden, ihre Beratungskompetenz schrittweise aufzubauen und Sicherheit in der Durchführung von GVP-Beratungsgesprächen in Alters- und Pflegeheimen zu erlangen. Der Kurs besteht aus drei Präsenztagen sowie zwei online Workshops.
Kursdauer: Total 50.5 Std.
3 Präsenztage (25.5 Std.)
2 online Gruppen-Workshops (6 Std.), es stehen mehrere Daten zur Auswahl
Vorbereitungsauftrag (3 Std.)
4 Beratungsgespräche durchführen, dokumentieren und reflektieren (16 Std.)
Diese werden etappenweise in den online-Workshops besprochen.
Kompetenznachweis: Zeitgerechte und vollständige Abgabe der Dokumente aus den Beratungen.
Es gilt die Teilnahme von mindestens 90% des Präsenzunterrichts und der Teilnahme an zwei online-Workshops.
Empfehlung
Vorgängiger Besuch des Tageskurses: GVP Gesundheitliche Vorausplanung (ACP) – eine Übersicht
Weitere Informationen in der Broschüre «Gesundheitliche Vorausplanung in Alters- und Pflegeheimen. Wegleitung zur Umsetzung » unter:
www.bag.admin.ch/de/gesundheitliche-vorausplanung-gvpFormular der gewünschten Behandlungsintensität im Heim und bei Notfallsituationen:
www.samw.ch/de/Ethik/Themen-A-bis-Z/Gesundheitliche-Vorausplanung/GVP-in-Pflegeheimen.html